Aktuelles (Stand 16.02.2010)

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Für März 2010 Bestandsoptimierung während der Krise
In der aktuellen Situation sind die Unternehmen – mehr noch als sonst – bestrebt, die Bestände zu reduzieren. Gleichzeitig ist die Lieferfähigkeit mindestens auf gleichem Niveau zu halten. In der Disposition werden Meldepunkte und Sicherheitsbestände vermindert, die Lieferwünsche terminlich schärfer an die Bedarfe angepasst. Weitere Potenziale schlummern hin und wieder in den innerbetrieblichen Abläufen vom Wareneingang hin zur Teileverwendung in Fertigung oder Montage. Wichtig ist die Abstimmung der Maßnahmen mit dem Vertrieb oder dem Service.
Zu diesem Themenfeld gibt es ein Forum von Logistik-Heute auf der LogiMAT 2010 in Stuttgart. http://www.logistik-heute.de/veranstaltungen/forum_logimat10.php

12.01.2010 Nachhaltigkeit nicht überall Thema
Für 41 Prozent der Einkaufs- und Beschaffungsverantwortlichen des produzierenden Gewerbes spielen ökologische, für ein Viertel soziale Standards im Einkauf auch heute noch keine Rolle. Und das, obwohl 34 Prozent der 202 in einer aktuellen Studie des Kerkhoff Competence Center of Supply Chain Management (KCC) an der Universität St. Gallen und des Instituts für Demoskopie Allensbach befragten Unternehmen erklärt haben, dass die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards zu Wettbewerbsvorteilen geführt habe. http://www.mylogistics.net/de/news/themen/key/news1123422/jsp

Dezember 2009 Anderes Zeitverständnis oder Schweigen als Stilmittel
Im Zuge der Globalisierung möchten Konzerne und große Mittelständler gern jede Stufe der Wertschöpfung an den Ort verlagern, der die jeweils beste Kombination von Ressourcenverfügbarkeit, Absatzmöglichkeiten und Preis-Leistungs-Relationen verspricht. Stuttgart, Straßburg oder Schanghai, das spielt zunächst keine Rolle. Sie etablieren ausgefeilte Distributionsnetzwerke. Die Risiken einer internationalen Supply Chain können vielfältig sein. Die Rolle von kulturellen Einflüssen auf internationale Supply Chains wird bis heute immer wieder unterschätzt. Dass sie konkreten Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben können, wird inzwischen durch eine Vielzahl von empirischen Studien belegt. Interessanterweise lehrt die Praxis, dass interkulturelle Zusammenarbeit keineswegs zu Beginn, sondern meist erst in fortgeschrittenen Phasen, also nach mehreren Monaten, gefährdet ist. Mehr zu High- und Low-Kontext-Kulturen von Prof. Dr. Jörg Stender und Stefan Iskan unter http://www.logistik-heute.de/logistik-heute-09-12-F02-1-Profile-Interkulturelle-Kompetenz-Kommunikation-Distributionsnetzwerke.php

05.11.2009 Fünf Paletten Vorrat geben dem Werker ein gutes Gefühl
Zu hohe Bestände wegen mangelnder Liefertreue verursachen im Maschinen- und Anlagenbau enorme Verluste, ergab eine Studie des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) der RWTH Aachen und der My Open Factory Software GmbH. Prof. Kampker nimmt in einem Interview dazu Stellung und sagt: „Das hat sich schrittweise aufgebaut. Wenn ständig die Maschine oder Montagelinie optimiert wird, wachsen auch die Bestände, um Pufferzeiten sinnvoll nutzen zu können.“ Dieser hohe Anteil am Umsatz weise nicht zwingend auf Mängel in der Betriebsführung hin. Daraus ergibt sich aber lt. Prof. Kampker das Unternehmen mit einem intelligenten Beschaffungsmanagement im Schnitt 5,4% ihrer Kosten einsparen können. http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1650&pk=237501&nl=1&cmp=nl-97-1-061109

November 2009 Studie der RWTH Aachen: Hohe Verluste durch schlechte Beschaffungslogistik
Vor dem Hintergrund, dass im Jahr 2008 fast ein Fünftel des Beschaffungsvolumens verspätet angeliefert worden ist, analysiert die Studie „Beschaffungslogistik im Maschinen- und Anlagenbau“ die Beziehungen innerhalb der Beschaffungslogistik und zeigt Lösungsstrategien vor allem für den Bereich Maschinen- und Anlagenbau. So kommen beispielsweise die Best Performer durchschnittlich mit 50 Prozent geringeren Beständen und 80 Prozent weniger Effizienzverlusten durch Fehlteile aus. Die Management Summary finden Sie unter http://www.myopenfactory.org/downloads/Studie_Management_Summary.pdf

November 2009 Ran an die Bestände
Unter diesem Titel gibt es in der Novemberausgabe der Zeitschrift Logistik Heute die Ergebnisse einer Umfrage zum Thema Bestandsoptimierung, durchgeführt in Kooperation mit J&M Consulting. Von den über 200 Teilnehmern kam knapp die Hälfte aus dem Maschinenbau. Einige Ergebnisse: das Thema ist primär von finanziellen Aspekten getrieben, aber auch der Service-Level zum Kunden und operationale Aspekte sind wichtige Motive. Der durchschnittliche Erfolg der Projekte zur Bestandsoptimierung lag bei 27% Bestandssenkung – mit einer weiten Bandbreite. Als wichtige Erfolgsfaktoren kristallisierten sich eine mindestens lokal vorhandene Strategie, eine Organisation mit klarer Verantwortlichkeit für das Bestandsmanagement und definierten Prozessen. Dagegen ist die IT-Technologie zwar eine notwendige Basis, steuert an sich aber keinen Erfolgsfaktor bei.

15.10.2009 BeraterNetz Mainfranken lockte 250 Businessgäste in den Luisengarten nach Würzburg
Die Businesslounge im Würzburger Luisengarten entwickelt sich nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit dem BeraterNetz Mainfranken zu "dem Treffpunkt für Unternehmer" in Mainfranken. Federführend für den fachlichen Teil war dieses Mal Christine Seger, Unternehmensberaterin und Mitglied des BeraterNetz Mainfranken. Sie wählte das Thema "Erfolgskonzept Mitarbeiterbeteiligung". http://www.beraternetz-mainfranken.de/node/3401

Oktober 2009 Logistikkosten – wie stehen wir im Vergleich da?
Diese Frage wird relativ häufig in Gesprächen an mich herangetragen. Die Antwort ist nicht einfach. In jüngster Zeit erschienen in der Fachpresse einige Veröffentlichungen zu Logistikkosten in verschiedenen Branchen, über längere Zeiträume, nach Kostenarten. Hier kann man sich natürlich etwas aussuchen. Dazu gehört auch die Aussage, dezentral arbeitende Unternehmen mit höheren Logistikkosten hätten tendenziell ein besseres EBIT. Aber was wurde genau bei den Logistikkosten eingerechnet, was nicht? Trotz dieser Unsicherheiten sind Mittelwerte und Trends sicherlich im Großen und Ganzen brauchbar. Nur zum Benchmark der eigenen Organisation taugen sie halt nicht. Helfen würde hier nur ein direkter Vergleich mit einem gleichartig arbeitenden Unternehmen bei Offenlegung aller Daten. Und auch das nur zu einem bestimmten Zeitpunkt, denn die Wettbewerber arbeiten sicherlich auch am Thema Logistikkosten.
Ich rate zu einem anderen Weg: Definieren Sie Ihre Logistikkosten, wie Sie wollen. Schauen Sie sich die Entwicklung im Laufe der Zeit an. Nehmen Sie von anderen Unternehmen, die nun nicht mehr vergleichbar sein müssen, Entwicklungen und Hebel und übertragen sie auf Ihr Unternehmen.

Oktober 2009 Ersatzteildistribution bei Peugeot mit neuer Strategie - aber ohne Automatisierung
Der französische Autobauer PSA fährt in der Ersatzteildistribution seit April einen neuen Kurs. Das Logistikzentrum im niedersächsischen Rieste übernimmt die Schlüsselrolle zur Versorgung des deutschen und niederländischen Marktes. Was mir erwähnenswert erscheint: Auf Automatisierung hat PSA in Rieste komplett verzichtet. Wegoptimierung und schlanke Prozesse in der Bestellabwicklung sind Kernpunkte. Die Kunden werden nach Größe unterschieden und ihnen werden bestimmte Stell-, Kommissionier- und Versandzonen im Lager zugeordnet.
http://www.logistik-heute.de/logistik-heute-09-10-J01-1-Neubau-Projekte-Ersatzteildistribution-PSA-Logistikzentrum-Rieste.php

September 2009 Interkulturelle Logistiker
Logistiker im Auslandseinsatz werden immer wichtiger. Viele bringen sich mit ihrer Auslandserfahrung ins Unternehmen ein. Ein Engagement in Übersee verlangt von den Logistikmitarbeitern interkulturelle Kommunikation, Flexibilität und Kreativität. Immer wieder wird China mit seiner abweichenden Kultur zur Sprache gebracht. Ich wage nicht, meine Erfahrungen zu verallgemeinern, aber ich gebe sie gerne weiter. Die chinesische Sprache zu erlernen wird schwer fallen, eine Verständigung über Dolmetscher ist riskant. In einigen Regionen Chinas gibt es aber ein ausreichendes Angebot fachlich gut ausgebildeter, leidlich Englisch sprechender Mitarbeiter. Dies trifft auf den Großraum Shanghai zu. Die kulturellen Unterschiede sind hier geringer. Taiwan sieht sich in vielerlei Hinsicht als das wahre China. Trotz längerem westlichen Einfluss erschienen mir die kulturellen Besonderheiten (Hierarchie, Alter, Konsenspflicht) in Taiwan stärker.
Im angehängten Link finden Sie einige weitere Gedanken. http://www.logistik-heute.de/logistik-heute-09-09-02-1-Karriere-Logistik-Auslandseinsatz-Unternehmen-Interkulturelle-Kommunikation-Training.php

September 2009 Beschaffungsmarkt Indien
Indien bietet als Land für Low-cost-sourcing eine Reihe von Vorteilen, nicht zuletzt die Wirtschaftssprache Englisch. Die Herstellkosten legen 45% Einsparung nahe. Tatsächlich werden laut einer Studie von Miebach Consulting aber nur durchschnittlich 15% erreicht. http://www.bme.de/Best-Cost-Country-Indien-Wirtschaftliche-Verluste-durch-schlechte-Planung.47083.0.html

 August 2009 - Distribution nach Asien mit Fußangeln
Das große Exportgebiet der Zukunft für die deutsche Industrie ist Asien. Das hört man nicht nur, das ist auch so. Viele Unternehmen haben sich bereits entsprechend aufgestellt. Teilweise wird auch in Asien eingekauft oder produziert. Bei meinem Einsatz im Juni bei mehreren Tochtergesellschaften eines deutschen Konzerns ging es vordergründig um Senkung von Beständen in der Region und um bessere Prozesse zur Steuerung der jeweiligen Lagerbestände. Wenn man etwas tiefer bohrt stellt man fest, vielfach reagieren die Gesellschaften in Asien auf das Verhalten in Europa, z.B. lange Lieferzeiten und geringes Verständnis für die Situation im Ausland. Mit der Krise wird überdeutlich, die Steuerung nach lokalen Kriterien ist insgesamt „suboptimal“. Klare Regelungen müssen her, vor allem aber eine adäquate Kommunikation.

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