Aktuelles (Stand 17.07.2010)

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15.06.2010 Zeitarbeit/Projektarbeit
Externe Ingenieure in jedem zweiten Unternehmen

Nicht nur auf gering qualifizierten Arbeitsplätzen werden Zeitarbeitskräfte eingesetzt. In jedem zweiten deutschen Unternehmen werden auch externe Ingenieure eingesetzt. Eine Studie im Auftrag der Personalberatung Hays unterstellt eine weitere Zunahme in der Zukunft. Als Erfolgsfaktoren werden klare Regeln und Prozesse ausgemacht, aber auch Integrationswille der Externen und Akzeptanz durch die Festangestellten. http://www.hays.de/web/hays/Presse/PR_Pressebereich_full.cfm?nid=5b48b1af-fe9b-4063-aa99-c7ac5d06212f&typ=1&dieseID=bb6bdeb2-07e3-4a26-a901-bdc73389cd41

Juni 2010 CONWIP – Bestandsregelung in der variantenreichen Fertigung
Prof. Wiendahl hat schon in den 1980er Jahren die „belastungsorientierte Auftragsfreigabe“ als Methode propagiert, die Fertigung nicht mit Aufträgen zu verstopfen. Während diese Methode auf dem Arbeitsinhalt der Aufträge basiert, steuert KANBAN direkt die Menge des Materials in der Fertigung. KANBAN hat sich als Steuerungsprinzip bewährt, insbesondere für eine variantenarme Fertigung mit vergleichsweise geringen Schwankungen auf hohem Verbrauchsniveau. CONWIP (Constant work in process) überträgt KANBAN auf die variantenreiche Fertigung. Es bleibt bei der KANBAN-Karte. Sie ist aber nicht mehr auf ein bestimmtes Material fixiert. Definition unter http://de.wikipedia.org/wiki/Conwip  und mehr bei http://www.produktion-und-logistik.de/produktionundlogistik-205.html  oder http://www.schmid-wolff.de/files/log_kompass_mai10.pdf
 

Juni 2010 Kurzfristige und wirkungsvolle Bestandsoptimierung
Immer wiederkehrend, die Aufforderung zur Senkung der Bestände. Geht das auch relativ kurzfristig? Vielfach ja!. Auch in meiner Beratungspraxis hat sich eine ABC–Analyse als Ausgangspunkt bewährt. Gegen wirkliche Ladenhüter ist zwar kurzfristig kaum anzukommen, es sei denn man verschrottet sie. Die Verfeinerung durch eine XYZ-Analyse - leider nicht von allen ERP-Systemen wirksam unterstützt – gibt weitere Erkenntnisse. Wenn man dazu den Bedarf nach Kundenwunschtermin statt den Verbrauch heranzieht, erhält man Ergebnisse, die nicht länger durch die Unzulänglichkeiten der Vergangenheit beeinflusst sind. Auf der Basis dieser Analysen erhält man weitere Anhaltspunkte zur Einstellung der Dispoparameter. Machen Sie es nicht zu kompliziert: beschränken Sie sich auf wenige Dispositionsverfahren und klar überschaubare Parameter. Nicht vergessen, realistische Lieferzeiten zu pflegen. Für längerfristigen Erfolg ist die Stammdatenpflege in der Organisation an den richtigen Stellen zu verankern. http://www.bme.de/Kurzfristige-und-wirkungsvolle-Bestandsoptimierung.49281.0.html 

23.05.2010 Talsohle durchschritten – schon wieder Lieferengpässe?
Lieferengpässe im produzierenden Gewerbe gefährden zunehmend den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland. In den vergangenen Wochen hat sich die Versorgungssituation in vielen Unternehmen drastisch verschlechtert, mit der Folge, dass der normale Ablauf der Produktion zunehmend bedroht ist. Das ist das Ergebnis einer Blitzumfrage von Roland Berger unter Einkaufsleitern. Als Begründung dient weniger die Vulkanasche aus Island als vielmehr Schwierigkeiten im Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage verschärft durch Verzögerungen in den Wertschöpfungsketten. Besonders häufig wurden Versorgungsprobleme bei Elektronikkomponenten, Guss- und Schmiedeteilen erwähnt. Die in der Krise durch Kurzarbeit, Personalabbau, Werksschließungen zurückgefahrenen Kapazitäten können vielfach nicht schnell genug reaktiviert werden. http://www.rolandberger.com/company/press/releases/Lieferengpaesse_in_der_deutschen_Industrie_de.html
 

„Logistische Leistungsfähigkeit ist ein Erfolgsfaktor für uns.“
Das Bekenntnis geht vielen Geschäftsführungen leicht über die Lippen. Aber was ist wirklich gemeint oder beabsichtigt? Natürlich ist nicht höchst mögliche Leistung zu jedem Preis gefragt. Man wird präziser werden müssen: welchen Grad der Lieferbereitschaft wollen wir haben, wie rasch stellen wir zu, welche Fehlerquote können wir uns maximal zubilligen? Dann kommt schon der nächste Stolperstein: messen wir die Erreichung dieser Ziele überhaupt oder haben wir eher eine „Schalldruckmessung“ vom Kunden oder vom Vertrieb her?

Komplexität von Lagersystemen
Für jedes Lagergut, jede Art der Lagerung scheint es eine perfekte technische Lösung zu geben. Wenn man all diese guten Einzellösungen für eine reale Aufgabenstellung zusammenfügt, entsteht leicht ein komplexes Gesamtsystem. Und manchmal entwickelt das Gesamtsystem sogar ein regelrechtes Eigenleben. Unter kaum beschreibbaren Bedingungen beschäftigt sich die Lagertechnik mehr mit sich, als mit der Erfüllung der Anforderungen.
Ein Erfolgsfaktor für die Zukunft lautet daher, Reduzierung der Komplexität. Es muss ein guter Kompromiss gefunden werden zwischen klarem Materialfluss, wenigen Prozessen und Effizienz im einzelnen Prozess.

Ablaufverbesserungen
Die Abläufe in den Logistikbereichen der Unternehmen sind meist „historisch gewachsen“. Das bedeutet, mindestens zu dem Zeitpunkt ihrer Einführung waren sie vermutlich gut. Sind sie das heute noch? Denjenigen die tagtäglich damit umgehen, häufig schon langjährig, fällt die kritische Distanz schwer. Ein unabhängiger Blick von außen, gepaart mit Erfahrung aus unterschiedlichen Unternehmen, ist oft besser. Im Ergebnis werden sicherlich viele Abläufe im Unternehmen bestätigt werden. Für etliche wird es dann aber auch Anmerkungen, Vorschläge zur Verbesserung geben. Wollen Sie im Jahr 2010 diesen Weg gehen?

April 2010 Entlastung beim Kommissionieren
Auf der diesjährigen Logimat als „Bestes Produkt“ ausgezeichnet eine Lösung von Gebhardt, die das Kommissionieren von Palette zu Palette erleichtert. Zielrichtung war der Lebensmittelhandel. Der Kommissionierer ist mit Manschetten und Sensoren verbunden. Ein Seilzug übernimmt ca. 80% der Hebeleistung. Mehr dazu http://www.gebhardt.eu/gebhardt_ecopick.html

März 2010 BME verleiht Nachwuchspreise
Die BME–Nachwuchspreise wurden Anfang März in Würzburg verliehen. Preisträger in der Kategorie Dissertationen ist Dr. Christoph Glock von der Uni Würzburg. Er untersucht in seiner Arbeit „Koordination von Zuliefernetzwerken“ die verteilte Leistungserstellung in Wertschöpfungsnetzwerken.
Jost Daft von der TU Darmstadt wurde für seine Diplomarbeit „Bewertung der Exportkompetenz von Lieferanten beim Low-Cost-Country Sourcing – Konzeption und empirische Untersuchung eines Bewertungsmodells am Beispiel chinesischer Lieferanten“ ausgezeichnet. http://www.bme.de/Wissenschaftlicher-Nachwuchs-ausgezeichnet.48982.0.html

März 2010 Automobilbauer engagieren sich zunehmend bei ihren Unterlieferanten
Ziel ist Stabilität. Auf dem VDA-Logistikkongress in Leipzig berichteten die deutschen Automobilbauer über ihre Erfahrungen und Ansätze. Prof. Stölzle von der Universität St. Gallen formulierte: „Die totale Integration von Supply Chains stößt in der Realität an die Grenzen der Realisierbarkeit.“ Damit muss die Illusion vollständiger Kontrolle begraben werden, differenzierte Betrachtung ist angesagt. Beispiel Halbleiter im Auto: Die Bedeutung von Chips im Auto nimmt ständig zu, die Halbleiterindustrie ist aber nicht sonderlich interessiert die Supply Chain Ansätze für 8% ihres Umsatzes zum Maßstab ihres Handelns zu machen. (Quelle: Logistik Heute März 2010)

März 2010  In allen Publikationen – Cloud Computing
Themen werden nicht immer nach momentaner praktischer Anwendung ausgesucht. Während die meisten Firmen erworbene Standardsoftware für die Warenwirtschaft, den Vertrieb und die Buchhaltung einsetzen – und noch kräftig um eigene Besonderheiten ergänzen – lesen wir allerorten, wie schön „IT aus der Wolke“ ist. Programme und Daten befinden sich nicht mehr auf einem dedizierten Rechner sondern transparent verteilt im weltweiten Netz. Transparent bedeutet hier, wir wissen nicht mehr, wo gerechnet wird und wo sich die Daten befinden. Die Abrechnung der Leistung erfolgt verbrauchsorientiert. Die Leistung ist gleichsam beliebig skalierbar; es gibt keinen Hardwarewechsel, keine Kostensprünge mehr.
Die Erklärung: http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud und aktuell Computing http://www.heise.de/newsticker/meldung/Deutsche-IT-Branche-will-die-Cloud-mitgestalten-953839.html

März 2010  EU-Forschungsprojekt inTime will Marktversagen überwinden
In der Automobilindustrie und im Handel wird eine hohe Liefertermintreue erreicht, z.B. durch Konzepte wie Just-in-Time (JIT) oder Vendor-Managed-Inventory (VMI). Bei der kundenindividuellen Fertigung liegt die Liefertermintreue teilweise immer noch bei ungefähr 60 Prozent. Ziel des EU-Forschungsprojekts inTime ist es die Liefertermintreue zu einem freihandelbaren Bestandteil der Lieferantenleistung zu machen. Das Projektkonsortium hat eine anonyme Online-Umfrage erstellt. Mehr Information unter http://www.mylogistics.de/de/news/themen/key/news1136942/jsp 

Februar 2010 Bestandsoptimierung – umfassende Betrachtungsweise erforderlich
Auf die gemeinsame Umfrage von LOGISTIK HEUTE und J&M Management Consulting habe ich bereits im November 2009 aufmerksam gemacht. Im heutzutage üblichen Vergleich zwischen dem Verhalten von TOP-Firmen und dem Durchschnitt werden Erfolgsfaktoren isoliert. Die Gemeinsamkeit lässt sich beschreiben als „systematischer agieren“. Dazu gehört die Verantwortung für die Bestände ist klar geregelt, die Optimierung erfolgt regional oder weltweit und nicht nur lokal. Champions binden tendenziell mehr Funktionen intern und extern ein. Auffällig ist allerdings dass von den Champions Softwareanbieter, Universitäten und Verbände eher weniger eingebunden werden.
http://www.logistik-heute.de/logistik-heute-09-12-Z04-1-Prozesse-Bestandsoptimierung-Steuerung-Umfrage.php
Wenn Sie bei der Bestandsoptimierung Gesprächsbedarf haben, stehe ich Ihnen zur Verfügung.

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