Archiv zu Aktuelles

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12.01.2010 Nachhaltigkeit nicht überall Thema
Für 41 Prozent der Einkaufs- und Beschaffungsverantwortlichen des produzierenden Gewerbes spielen ökologische, für ein Viertel soziale Standards im Einkauf auch heute noch keine Rolle. Und das, obwohl 34 Prozent der 202 in einer aktuellen Studie des Kerkhoff Competence Center of Supply Chain Management (KCC) an der Universität St. Gallen und des Instituts für Demoskopie Allensbach befragten Unternehmen erklärt haben, dass die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards zu Wettbewerbsvorteilen geführt habe. http://www.mylogistics.net/de/news/themen/key/news1123422/jsp

Dezember 2009 Anderes Zeitverständnis oder Schweigen als Stilmittel
Im Zuge der Globalisierung möchten Konzerne und große Mittelständler gern jede Stufe der Wertschöpfung an den Ort verlagern, der die jeweils beste Kombination von Ressourcenverfügbarkeit, Absatzmöglichkeiten und Preis-Leistungs-Relationen verspricht. Stuttgart, Straßburg oder Schanghai, das spielt zunächst keine Rolle. Sie etablieren ausgefeilte Distributionsnetzwerke. Die Risiken einer internationalen Supply Chain können vielfältig sein. Die Rolle von kulturellen Einflüssen auf internationale Supply Chains wird bis heute immer wieder unterschätzt. Dass sie konkreten Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben können, wird inzwischen durch eine Vielzahl von empirischen Studien belegt. Interessanterweise lehrt die Praxis, dass interkulturelle Zusammenarbeit keineswegs zu Beginn, sondern meist erst in fortgeschrittenen Phasen, also nach mehreren Monaten, gefährdet ist. Mehr zu High- und Low-Kontext-Kulturen von Prof. Dr. Jörg Stender und Stefan Iskan unter http://www.logistik-heute.de/logistik-heute-09-12-F02-1-Profile-Interkulturelle-Kompetenz-Kommunikation-Distributionsnetzwerke.php

05.11.2009 Fünf Paletten Vorrat geben dem Werker ein gutes Gefühl
Zu hohe Bestände wegen mangelnder Liefertreue verursachen im Maschinen- und Anlagenbau enorme Verluste, ergab eine Studie des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) der RWTH Aachen und der My Open Factory Software GmbH. Prof. Kampker nimmt in einem Interview dazu Stellung und sagt: „Das hat sich schrittweise aufgebaut. Wenn ständig die Maschine oder Montagelinie optimiert wird, wachsen auch die Bestände, um Pufferzeiten sinnvoll nutzen zu können.“ Dieser hohe Anteil am Umsatz weise nicht zwingend auf Mängel in der Betriebsführung hin. Daraus ergibt sich aber lt. Prof. Kampker das Unternehmen mit einem intelligenten Beschaffungsmanagement im Schnitt 5,4% ihrer Kosten einsparen können. http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1650&pk=237501&nl=1&cmp=nl-97-1-061109

November 2009 Studie der RWTH Aachen: Hohe Verluste durch schlechte Beschaffungslogistik
Vor dem Hintergrund, dass im Jahr 2008 fast ein Fünftel des Beschaffungsvolumens verspätet angeliefert worden ist, analysiert die Studie „Beschaffungslogistik im Maschinen- und Anlagenbau“ die Beziehungen innerhalb der Beschaffungslogistik und zeigt Lösungsstrategien vor allem für den Bereich Maschinen- und Anlagenbau. So kommen beispielsweise die Best Performer durchschnittlich mit 50 Prozent geringeren Beständen und 80 Prozent weniger Effizienzverlusten durch Fehlteile aus. Die Management Summary finden Sie unter http://www.myopenfactory.org/downloads/Studie_Management_Summary.pdf

November 2009 Ran an die Bestände
Unter diesem Titel gibt es in der Novemberausgabe der Zeitschrift Logistik Heute die Ergebnisse einer Umfrage zum Thema Bestandsoptimierung, durchgeführt in Kooperation mit J&M Consulting. Von den über 200 Teilnehmern kam knapp die Hälfte aus dem Maschinenbau. Einige Ergebnisse: das Thema ist primär von finanziellen Aspekten getrieben, aber auch der Service-Level zum Kunden und operationale Aspekte sind wichtige Motive. Der durchschnittliche Erfolg der Projekte zur Bestandsoptimierung lag bei 27% Bestandssenkung – mit einer weiten Bandbreite. Als wichtige Erfolgsfaktoren kristallisierten sich eine mindestens lokal vorhandene Strategie, eine Organisation mit klarer Verantwortlichkeit für das Bestandsmanagement und definierten Prozessen. Dagegen ist die IT-Technologie zwar eine notwendige Basis, steuert an sich aber keinen Erfolgsfaktor bei.

15.10.2009 BeraterNetz Mainfranken lockte 250 Businessgäste in den Luisengarten nach Würzburg
Die Businesslounge im Würzburger Luisengarten entwickelt sich nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit dem BeraterNetz Mainfranken zu "dem Treffpunkt für Unternehmer" in Mainfranken. Federführend für den fachlichen Teil war dieses Mal Christine Seger, Unternehmensberaterin und Mitglied des BeraterNetz Mainfranken. Sie wählte das Thema "Erfolgskonzept Mitarbeiterbeteiligung". http://www.beraternetz-mainfranken.de/node/3401

Oktober 2009 Logistikkosten – wie stehen wir im Vergleich da?
Diese Frage wird relativ häufig in Gesprächen an mich herangetragen. Die Antwort ist nicht einfach. In jüngster Zeit erschienen in der Fachpresse einige Veröffentlichungen zu Logistikkosten in verschiedenen Branchen, über längere Zeiträume, nach Kostenarten. Hier kann man sich natürlich etwas aussuchen. Dazu gehört auch die Aussage, dezentral arbeitende Unternehmen mit höheren Logistikkosten hätten tendenziell ein besseres EBIT. Aber was wurde genau bei den Logistikkosten eingerechnet, was nicht? Trotz dieser Unsicherheiten sind Mittelwerte und Trends sicherlich im Großen und Ganzen brauchbar. Nur zum Benchmark der eigenen Organisation taugen sie halt nicht. Helfen würde hier nur ein direkter Vergleich mit einem gleichartig arbeitenden Unternehmen bei Offenlegung aller Daten. Und auch das nur zu einem bestimmten Zeitpunkt, denn die Wettbewerber arbeiten sicherlich auch am Thema Logistikkosten.
Ich rate zu einem anderen Weg: Definieren Sie Ihre Logistikkosten, wie Sie wollen. Schauen Sie sich die Entwicklung im Laufe der Zeit an. Nehmen Sie von anderen Unternehmen, die nun nicht mehr vergleichbar sein müssen, Entwicklungen und Hebel und übertragen sie auf Ihr Unternehmen.

Oktober 2009 Ersatzteildistribution bei Peugeot mit neuer Strategie - aber ohne Automatisierung
Der französische Autobauer PSA fährt in der Ersatzteildistribution seit April einen neuen Kurs. Das Logistikzentrum im niedersächsischen Rieste übernimmt die Schlüsselrolle zur Versorgung des deutschen und niederländischen Marktes. Was mir erwähnenswert erscheint: Auf Automatisierung hat PSA in Rieste komplett verzichtet. Wegoptimierung und schlanke Prozesse in der Bestellabwicklung sind Kernpunkte. Die Kunden werden nach Größe unterschieden und ihnen werden bestimmte Stell-, Kommissionier- und Versandzonen im Lager zugeordnet.
http://www.logistik-heute.de/logistik-heute-09-10-J01-1-Neubau-Projekte-Ersatzteildistribution-PSA-Logistikzentrum-Rieste.php

September 2009 Interkulturelle Logistiker
Logistiker im Auslandseinsatz werden immer wichtiger. Viele bringen sich mit ihrer Auslandserfahrung ins Unternehmen ein. Ein Engagement in Übersee verlangt von den Logistikmitarbeitern interkulturelle Kommunikation, Flexibilität und Kreativität. Immer wieder wird China mit seiner abweichenden Kultur zur Sprache gebracht. Ich wage nicht, meine Erfahrungen zu verallgemeinern, aber ich gebe sie gerne weiter. Die chinesische Sprache zu erlernen wird schwer fallen, eine Verständigung über Dolmetscher ist riskant. In einigen Regionen Chinas gibt es aber ein ausreichendes Angebot fachlich gut ausgebildeter, leidlich Englisch sprechender Mitarbeiter. Dies trifft auf den Großraum Shanghai zu. Die kulturellen Unterschiede sind hier geringer. Taiwan sieht sich in vielerlei Hinsicht als das wahre China. Trotz längerem westlichen Einfluss erschienen mir die kulturellen Besonderheiten (Hierarchie, Alter, Konsenspflicht) in Taiwan stärker.
Im angehängten Link finden Sie einige weitere Gedanken. http://www.logistik-heute.de/logistik-heute-09-09-02-1-Karriere-Logistik-Auslandseinsatz-Unternehmen-Interkulturelle-Kommunikation-Training.php

September 2009 Beschaffungsmarkt Indien
Indien bietet als Land für Low-cost-sourcing eine Reihe von Vorteilen, nicht zuletzt die Wirtschaftssprache Englisch. Die Herstellkosten legen 45% Einsparung nahe. Tatsächlich werden laut einer Studie von Miebach Consulting aber nur durchschnittlich 15% erreicht. http://www.bme.de/Best-Cost-Country-Indien-Wirtschaftliche-Verluste-durch-schlechte-Planung.47083.0.html

 August 2009 - Distribution nach Asien mit Fußangeln
Das große Exportgebiet der Zukunft für die deutsche Industrie ist Asien. Das hört man nicht nur, das ist auch so. Viele Unternehmen haben sich bereits entsprechend aufgestellt. Teilweise wird auch in Asien eingekauft oder produziert. Bei meinem Einsatz im Juni bei mehreren Tochtergesellschaften eines deutschen Konzerns ging es vordergründig um Senkung von Beständen in der Region und um bessere Prozesse zur Steuerung der jeweiligen Lagerbestände. Wenn man etwas tiefer bohrt stellt man fest, vielfach reagieren die Gesellschaften in Asien auf das Verhalten in Europa, z.B. lange Lieferzeiten und geringes Verständnis für die Situation im Ausland. Mit der Krise wird überdeutlich, die Steuerung nach lokalen Kriterien ist insgesamt „suboptimal“. Klare Regelungen müssen her, vor allem aber eine adäquate Kommunikation.

Juli 2009 RFID - bei Metro vom Piloten in den Alltag
Während die Rewe Group ihre Projekte zu RFID vor Kurzem erst einmal eingefroren hat bereitet Metro ein Rollout nach dem anderen vor. Metro will die Abläufe in den Centern beschleunigen und vom Wareneingang über das Bestandsmanagement, die Verräumung bis zum Regalmanagement stets aktuell die Bestände zur Verfügung haben. Beabsichtigte Vorteile sind beispielsweise die Chaosverräumung und das Messen von Bestandslücken. Mehr unter http://www.logistik-heute.de/logistik-heute-09-07-Z01-1-RFID-Praxis-Alltag-Logistik-und-Lagermanagement-Metro-AG-Galeria-Kaufhof.php

10.07.2009 Produktionslogistik  - IML entwickelt Konzept für Claas
Claas, der Träger des Deutschen Logistik-Preises von 2007, produziert seine Mähdrescher und Häcksler im Stammwerk Harsewinkel. Bisher wurde stets ein Produkt über eine längere Zeit auf der Montagelinie aufgebaut, um dann ebenfalls über einen längeren Zeitraum das andere Produkt zu fertigen. Mit einem neuen Typ mussten die Abläufe ohnehin umgestaltet werden. Nun wurde auch gleich eine Mixmontage angestrebt, bei der verschiedene Produkte an einem Tag zusammengebaut werden können. Das Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) hat für Claas nun ein Konzept zur Produktionsversorgung für eine flexible Mixmontage entwickelt. Einzelne Vormontagen werden zu Lieferanten verlagert; einbaufertige Module werden sequenzgenau angeliefert; kommissionierfähige Teile werden in einem Supermarkt direkt an der Montagelinie bereitgestellt. (Quelle LOG.m@il Nr. 27, 10. Juli 2009)

Juni/Juli 2009 Casio Europe konsolidiert Patchwork-Logistik
Mit einem neuen Logistikzentrum hat Casio Europe seine Patchwork-Lagerstruktur zusammengeführt und die Flexibilität deutlich erhöht. Aus drei Lagern wurde eins gemacht. Von Norderstedt aus beliefert Casio Europe 33 Landesgesellschaften. Vorher hielt Casio im Umkreis von einem Kilometer in drei Lagerhallen 7.000 verschiedene Artikel vor, grob gegliedert nach Produktkategorien. Dazu gab es noch ein Lager bei einem Dienstleister bei Hamburg für Musikinstrumente. Zwischen den verschiedenen Standorten setzte Casio kostenintensive Shuttle-Verkehre ein. Auslaufende Verträge mit den Lager-Vermietern beschleunigten die Entscheidung für den neuen 35.000 m² großen Standort im Norderstedter Nordport – ein Investment von insgesamt rund 65 Mio. Euro, Medienberichten zufolge. Der neue Logistikkomplex besteht aus drei Hallen mit einer Gesamtfläche von rund 20.000 m².
http://www.logistik-heute.de/logistik-heute-09-06-J03-1-Casio-Europe-Konsolidierung-Lagerstrukturen-Flexibilitaet-Logistikzentrum-Logistikplanung.php

01.06.2009 Neues Logistikzentrum für Keller & Kalmbach in Hilpoltstein
Keller & Kalmbach gehört zu den führenden Großhandelsunternehmen für Verbindungselemente, Schrauben, Befestigungstechnik, Dübel, Zeichnungsteile, Handwerkzeuge, Elektrowerkzeuge, Hebezeuge, Arbeitsschutz, Betriebseinrichtungen, Chemisch-Technische Produkte etc. Das Unternehmen sieht sich als Spezialist für das C-Teile-Management. Anfang März 2008 erfolgte der Startschuss für den Bau des zukünftigen Lager- und Distributionszentrums. Nach etwas über einem Jahr Bauzeit erfolgte die Inbetriebnahme des neuen Zentrallagers in Hilpoltstein. Seit Anfang Mai wird nach und nach Ware eingelagert und sowohl das Palettenhochregallager (37.000 Palettenplätze) als auch das Kleinteilelager (161.000 Stellplätze) befüllt. Die ersten Auslieferungen erfolgten ab Juni 2009. Voll betriebsbereit wird das Lager ab August/September 2009 sein, nachdem die Umlagerung der Artikel aus dem bisherigen Zentrallager in Unterschleißheim abgeschlossen ist.
http://www.keller-kalmbach.com/de/unternehmen/neubau-zentrallager-hilpoltstein.html#c2972

01.06.2009 Potenziale in der Ersatzteillogistik bei stagnierenden Märkten
Das Ersatzteilgeschäft erlaubt in der Regel höhere Margen als das übrige Geschäft. Allein aus diesem Grund ist es für Unternehmen attraktiv. In Zeiten flauen Absatz bei Neuprodukten gewinnt es zusätzlich an Bedeutung. Weiterhin sichert der Ersatzteilservice die Kundenbindung für die nächste Aufschwungphase. Neben dem Erstmarkt an Ersatzteilen entwickelt sich zunehmend „ein grauer Markt“, der die Originalhersteller und ihre Distributionskanäle angreift. Chancen für ein lukratives Ersatzteilgeschäft sind nur mit exzellentem Service sowohl in Sortimentsbreite als auch in Sortimentstiefe zu erzielen. Die Logistikstrukturen müssen den spezifischen Lieferzeitanforderungen und Mengenströmen angepasst werden und die operative Logistikabwicklung muss durch effizientere Prozesse kostengünstig abgewickelt werden. Das Fachforum „Potenziale in der Ersatzteillogistik“ der Deutschen Logistikakademie am 16. Juni in Frankfurt am Main gibt einen Überblick zum Reifegrad der Ersatzteillogistik in den unterschiedlichen Branchen und zeigt die daraus abzuleitenden Umsatzpotenziale auf. http://www.dla.de/711_1

26.05.2009 Studie mit teilweise erstaunlichen Ergebnissen
Mit Unterstützung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und weiterer Partner hat Miebach Consulting die Studie "Global Logistics Trends 2009" erarbeitet und auf der Transport Logistic 2009 vorgestellt. Sie räumt auf mit simplen Unterstellungen. Die Analyse zeigt einen deutlichen positiven Zusammenhang zwischen Wachstum und Vorsteuergewinn (EBT), aber keine Korrelation zwischen EBT und Logistikkosten. Offensichtlich haben Logistikkosten nur begrenzt Einfluss auf die Profitabilität der Unternehmen. Die Logistik ist Schlüsselfaktor für Service und Kundenzufriedenheit und beeinflusst daher den Gewinn mehr durch Leistungen als durch Kosten. Ebenfalls bemerkenswert: Unternehmen mit einem durchschnittlich höheren EBT tendieren zu eher dezentralen Logistiklösungen. Mehr unter http://www.mylogistics.de/de/news/themen/key/news1045282/jsp 

25.05.2009 Kurzarbeit für Weiterbildung im Projektmanagement nutzen
Für Unternehmen und Mitarbeiter in Kurzarbeit gewinnt das Thema Weiterbildung gleich doppelt an Bedeutung: Anstatt Personal abzubauen, investieren weitsichtige Unternehmen in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter und gehen bei wieder ansteigender Auftragslage deutlich gestärkt aus der Kurzarbeit heraus. Seitens der Mitarbeiter können während der Kurzarbeitszeiten sogar diejenigen für die eigene Weiterqualifizierung motiviert werden, die sonst im Alltagsgeschäft voll ausgelastet sind.
Derzeit besonders attraktiv für die Unternehmen: Bildungsmaßnahmen, deren Finanzierung von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/managementundit/personalwesen/articles/189028/?nl=1&cmp=nl-97-1-260509

13.05.2009 Noch ein Preis für CLAAS
Nach Logistik- und BME-Preis in 2008 gewinnt Claas einen weiteren Preis in diesem Jahr, den VDI-Innovationspreis 2009 für Value Management. Unter dem Projekttitel „CLAAS Supplier Integration: Mit Value Management gemeinsam Werte schaffen – Projekt CIT Lenkachse“ hatte sich CLAAS beworben. http://www.bme.de/CLAAS-gewinnt-VDI-Innovationspreis.46430.0.html 

11.05.2009 Regionale Aufstellung ist gefragt
Steigende Logistikkosten und eine dünne Kapitaldecke zwingen Unternehmen derzeit, ihre Supply Chains anzupassen. Die European Logistics Association (ELA) und A.T. Kearney haben regionale Produktionsstrukturen als einen Erfolgsfaktor ermittelt. Straffes Risikomanagement und eine systematische Steuerung des Nettoumlaufvermögens geben Wettbewerbsvorteile.
Dazu gehört eine Konsolidierung und Regionalisierung der Lieferkette. Die Experten erwarten, dass die Anzahl der Produktions- und Lagerstandorte in den nächsten Jahren deutlich zurückgehen wird. (Vergleiche dazu aber auch die Bemerkung im nächsten Abschnitt.). Bei den Eingangslagern wird bis 2013 eine Reduktion von rund einem Drittel, bei den Distributionszentren von etwa einem Fünftel erwartet.
An der Untersuchung 2008 mit dem Schwerpunkt „Wirtschaftskrise“ haben sich 150 Unternehmen aus 18 europäischen Ländern und acht Branchen beteiligt. (Quelle LOG.m@il Nr. 20, 22. Mai 2009 und http://www.atkearney.de/content/veroeffentlichungen/whitepaper.php/id/50658
http://www.bme.de/Europaeische-Supply-Chains-Regionale-Aufstellung-gefragt.46511.0.html 

24.04.2009 Studie: Outsourcing lohnt nicht in jedem Fall
Betriebe mit einer hohen Fertigungstiefe erreichen im Gegensatz zum Durchschnitt der Industrie eine höhere Produktivität. Das ist das Ergebnis einer Studie vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, die auf der Hannover Messe vorgestellt wurde. Auftraggeber ist der Verein Deutscher Ingenieure (VDI). „Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie durch Outsourcing nicht zwingend Kosten senken“, sagt VDI-Präsident Prof. Bruno O. Braun. Die Betriebsgröße spiele dabei keine Rolle.
Transaktionskosten mit Zulieferern, Abhängigkeiten und Zulieferermargen würden von den Unternehmen häufig unzureichend berücksichtigt, geht aus der Untersuchung hervor. Aktives Insourcing steigere die Produktivität dagegen um teilweise mehr als 10 Prozent. Für das Insourcing sprechen niedrigere Kosten durch verminderte Abstimmungsprozesse und eine erhöhte Flexibilität in Engpasssituationen. Zudem bleiben Kernkompetenzen der Fertigung im Unternehmen. (Quelle: LOG.m@il Nr. 16, 24. April 2009)13.04.2009 Quick-Wins bevorzugt
Kurzfristige Optimierung hat derzeit Priorität bei den Supply-Chain-Managern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Capgemini Consulting. Schnelle Einsparungen sind in der Wirtschaftskrise für die Mehrheit der Befragten am wichtigsten. Die Top-Zehn der aktuellen SCM-Projekte werden durch Maßnahmen zur Optimierung des Lagerbestands (48 Prozent) angeführt. Mit einem Bedeutungsrückgang von 14 Prozentpunkten sind strategische SCM-Projekte die Verlierer der Krise - nach Ansicht von Capgemini ein Risiko. (Quelle: LOG.m@il Nr. 13, 3. April 2009)
Auch in meinem Beratungsumfeld hat derzeit Bestandsmanagement oberste Priorität. Ich unterstütze Sie gern bei aktuellen Fragestellungen.

16.04.2009Chinas Wachstum stürzt auf Rekordtief“ titelt das Handelsblatt am 16.4.09
Und weiter: „Im ersten Quartal ist Chinas Wirtschaft so langsam gewachsen wie seit mindestens 17 Jahren nicht mehr. Zwischen Januar und März stieg das Bruttoinlandsprodukt nur noch um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.“ Anschließend relativiert der Text des Handelsblatts allerdings den Titel.
Wir sehen in Deutschland „nur noch“ etwas anders. Und auch bei meinem kürzlichen Auftrag in China habe in den Zahlen meines Auftraggebers in China weitgehende Stabilität gesehen. In gleicher Richtung geht die Erfolgsmeldung von Gildemeister von der Messe CIMT in Peking. http://de.reuters.com/article/deEuroRpt/idDELE34955520090414 

16.03.2009 Mitarbeiter und Marketing sind die Erfolgskriterien im Mittelstand
Das BeraterNetz Mainfranken präsentierte im Rahmen der Businesslounge im Würzburger Saalbau Luisengarten vor mehr als 200 Gästen aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Handwerk seine Studie zum Thema: Erfolgskriterien im Mittelstand.
Michael Beckhäuser, 2. Vorstand des BeraterNetz, präsentierte zum Teil überraschende Ergebnisse. Während ständig neue Negativrekorde einer hereinbrechenden Rezession veröffentlicht werden, sehen sich die mainfränkischen Unternehmen gut aufgestellt. Annähernd 75% der befragten Firmen erwarten für das Geschäftsjahr 2009 ein mindestens gleich gutes, oder sogar ein besseres Geschäftsergebnis als 2008. Die wichtigsten Faktoren um dies zu erreichen sind branchenunabhängig: Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, sowie zielgerichtetes Marketing! Mehr dazu und zum Download der Studie unter http://www.beraternetz-mainfranken.de/node/1545

In der Krise liegen auch Chancen:  Beispiel aus dem Bereich der technischen Innovationen
02.03.2009 Hydrostatisch Regeneratives Bremssystem von Rexroth
Ressourcenschonung ist Antrieb für ein neues Produkt, das bei Nutzfahrzeugen mit ausgeprägter Start-Stopp-Charakteristik im Betrieb – bestes Beispiel Müllfahrzeuge – den Dieselverbrauch um ca. 25% senken kann. Grundidee des Hydrostatisch Regenerativen Bremssystems HRB ist, die kinetische Energie beim Bremsen nicht zu vernichten, sondern in hydraulische Energie umzuwandeln und zu speichern. Beim nächsten Beschleunigungsvorgang wird die gespeicherte Energie wieder in den Fahrantrieb eingespeist und entlastet so den antreibenden Verbrennungsmotor. http://www.boschrexroth.com/country_units/europe/germany/de/presse/themen-_und_statementservice/produktinformationen/brm_de/themenservice-hrb/index.jsp Mit HRB wurde der Rexroth-Standort Elchingen "Ausgewählter Ort im Land der Ideen". http://www.boschrexroth.com/country_units/europe/germany/de/presse/presseinformationen/produktinformationen/brm_de/pi_024_09/index.jsp

05.02.2009 TU-Forscher untersuchen Risiken in der Lieferkette
Prof. Hoffjan, Inhaber des Lehrstuhls für Controlling, hat in einer empirischen Studie gemeinsam mit Thorsten Pohl insgesamt zwölf Praktiker, vornehmlich aus dem produzierenden Gewerbe, befragt. Fünf Top-Risikobereiche wurden ausgemacht: Produktion, Lieferunfähigkeit der Lieferanten, Prozessstabilität, Risiken auf Kundenseite sowie Qualität. Risiken, an die jeder sofort denkt, wie z.B. Streik, Naturkatastrophen oder auch politische Risiken, werden überbewertet. Besonders schlanke Lieferketten sind in ihrer Versorgungssicherheit gefährdet. Eine systematische Analyse hilft. Es gibt eine Reihe von Risiken, wenn man dann die ganze Kette durchgeht. Dabei wird manchmal ein kleines, vermeintlich unwichtiges Detail ausgemacht. Man sollte die unvermeidlichen und die bewusst in Kauf genommenen Risiken kennen. Die Dokumentation zwingt das Management, "Farbe zu bekennen", welche Risiken für welche Aktionen eingegangen wurden. Denn bei den Maßnahmen zur Sicherheit der Supply Chain durch Risikomanagement ist die Rendite schwer darzustellen. Der Nutzen würde erst dann sichtbar, wenn ein Schadensfall eintritt. http://www.mylogistics.net/de/news/themen/key/news1000582/jsp
Das Risikomanagement in der Supply Chain ist eines der zentralen Themen der Tagung "Supply Chain Management im Mittelstand" der Wiso-Fakultät der TU Dortmund. http://www.forum-technisches-management.tu-dortmund.de/nossl/files/Downloads/CFP_Brochure_2009.pdf

Februar 2009 BME-Kennzahlen: Einkaufskosten im Maschinenbau sind Spitze
Deutschlands Maschinenbauer produzieren Spitzentechnik. Im Einkauf agieren nicht alle Unternehmen gleichermaßen professionell. Das legen die vom BME ermittelten Kennzahlen nahe. Sie vergleichen mit dem Durchschnitt oder den Top-5-Unternehmen und ermöglichen damit Rückschlüsse auf die Qualität der Einkaufsorganisation.
Die Auswertungen des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. basieren auf den Daten von über 150 Unternehmen. Sie zeigen, dass große Unterschiede bei Effizienzkennzahlen vorliegen, insbesondere bei den verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen. www.bme.de

05.02.2009 Forschungsprojekt „Allianz Digitaler Warenfluss“ startet
Große deutsche Anbieter von Unternehmenssoftware wollen künftig gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie die Nutzung des “Internets der Dinge“ in Geschäftsprozessen vorantreiben. Dazu gehören der Koordinator SAP AG, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), die Fraunhofer-Gesellschaft, die IDS Scheer AG, die Software AG sowie die Technische Universität Darmstadt und das Institut für Angewandte Informatik der Technischen Universität Dresden.
Ziel des Forschungsprojektes ist es, Technologien für Unternehmensanwendungen zu erforschen, die komplexe und dynamische Geschäftsprozesse über das „Internet der Dinge“ planen, steuern und ausführen. Bisher wurden Technologien aus diesem Bereich eingesetzt, um Objekte zu identifizieren oder die Datenerfassung an einzelnen Prozessschritten wie Warenein- oder -ausgang zu automatisieren. Mit den zu erforschenden Methoden und Werkzeugen wird beabsichtigt, alle am Objekt auftretenden Ereignisse strukturiert zu erfassen und zu analysieren, um den gesamten Geschäftsprozess mit Waren- und Informationsfluss automatisiert planen, steuern und optimieren zu können.
Die entwickelten Anwendungsszenarien sollen auf ihre Einsetzbarkeit in Handel, Logistik und Maschinenbau geprüft werden. Im Maschinen- und Anlagenbau wird angestrebt, Lösungen zu entwickeln, die sich verändernde Kundenanforderungen erkennen und Wartungs- und Instandhaltungsdienstleistungen dynamisch anpassen.
Die „Allianz Digitaler Warenfluss“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 17,7 Millionen Euro gefördert. http://www.logistik-inside.de/forschungsprojekt-allianz-digitaler-warenfluss-startet-804745.html

Dezember 2008 Maschine oder Lagerkrieger?
Wie die Zukunft der Teilekommissionierung aussehen könnte, diskutierte eine Expertenrunde anlässlich der Dortmunder Gespräche unter der Moderation von Prof. Dr. Michael ten Hompel, Geschäftsführender Institutsleiter Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik IML, Dortmund. Die Essenz liefern zwei Sätze von Christoph Hahn-Woernle, Geschäftsführer der Viastore Systems GmbH, Stuttgart: „Bei zunehmendem Kostendruck müssen die Betreiber intralogistischer Anlagen jede nur denkbare Rationalisierungsmöglichkeit ausschöpfen. Dabei kann der größte Hebel in der Intralogistik nach wie vor in der Ablauforganisation angesetzt werden. Davon ist Automatisierung nur ein Teilbereich.“ http://www.logistik-heute.de/12akt_ausg_art5.php 

16.12.2008 RWTH Aachen - Werkzeuge zum Planen und Bewerten von RFID-Anwendungen in Unternehmen
Das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen hat eine Methodik zur Planung und Bewertung des Einsatzes von Radiofrequenzidentifikation (RFID) für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) entwickelt.
Durch die Unterstützung verschiedener IT-Tools können Kosten und Nutzen von RFID-Anwendungen trotz ihrer Komplexität monetär bewertet werden. http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/mmlogistik/managementundit/autoid/articles/160419/?nl=1&ACMP=NLC-mm_basic&attr=16-12-2008 

 05.12.2008 Auch das Handelsblatt mahnt die hohen Bestände an
Für alle am Bestandsmanagement Beteiligten sind – stets als zu hoch eingestufte – Bestände permanenter Gegenstand der Betrachtung. In der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise steigt die Bedeutung. Auf viele Unternehmen kommt zusätzlicher Abwertungsbedarf zu. Das kann die Relationen in der Bilanz teilweise dramatisch verschieben. Das Handelsblatt nennt auch Namen und Zahlen. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/volle-lager-kosten-firmen-milliarden;2103541

November 2008 Low Cost Country Sourcing – woher und wohin
Beim Einkauf stellt sich oft die Quotenfrage: welcher Anteil wird aus dem Ausland bezogen. Insbesondere bei Unternehmen mit Betriebsstätten in verschiedenen Ländern ist die Frage so platt nicht zu beantworten. Die Frage muss in Verbindung mit dem Verwendungsland gestellt werden. Der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre in Würzburg, Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky und das Centrum für Supply Management haben mit Unterstützung von Einkaufsverbänden eine Studie durchgeführt, an der sich nahezu 400 Unternehmen beteiligt haben. Ergebnis: Für Westeuropa werden 65% in Westeuropa beschafft, 15% in Mittel- und Osteuropa. Indien plus China liegen mit 7% gleichauf mit Nordamerika. Quelle: Beschaffung aktuell November 2008, http://www.supply-markets.com/index.asp?head=0&main=1&besi=500

Oktober 2008 Logistik als Marke begreifen
Unternehmen könnten ohne Logistik ihre Produkte weder herstellen noch vertreiben. Erstaunlich ist die Diskrepanz beim firmeninternen und externen Stellenwert der Logistikfunktion. Im August 2008 führte die Logibrand GmbH aus St. Gallen eine Umfrage unter (nur) 37 Akademikern durch, die jeweils über mindestens 10 Jahre Berufserfahrung verfügen und außerhalb der Supply-Chain-Funktionen tätig sind. Die Befragten bewerteten anonym den Stellenwert und die wahrgenommene Bezahlung von elf betrieblichen Funktionen. Die Logistik erreicht unter den untersuchten Funktionen einen siebten Platz im wahrgenommenen Stellenwert und den vorletzten Platz in der Bezahlung. Dr. Christine Wichert und Urban Siller von der Logibrand GmbH haben aus der Befragung folgenden Hypothesen gewonnen:
• Die Inhalte der Logistik sind im Unternehmen wenig bekannt.
• Die Schwammigkeit des Begriffs führt zu einem niedrigen Stellenwert.
• Die Assoziationen sind häufig kindlich und teilweise negativ.
• Der Nutzen der Funktion ist unklar.
• Eigene Managementkonzepte fehlen.
• Die Logistik ist eine isolierte Funktion.
• Interne Vermarktungsfähigkeiten fehlen.
• Logistik ist keine Aufgabe für Akademiker.
• Logistik ist konjunkturunabhängig.
• Die Bedeutung des Wirtschaftszweiges Logistik wird unterschätzt.
Die Autoren geben konkrete Tipps, um die Positionierung der Logistik in ihrem Unternehmen zu erfragen und dann mit Information, Beteiligung und Vermittlung von Inhalten „gerade zu rücken“.
(Quelle: Logistik Heute 10/2008 bzw. http://www.logibrand.com/LOGISTIK_HEUTE_Logibrand.pdf )

23.10.2008 Deutscher Logistikkongress 2008 - Kernaussagen zu den Megatrends
- Globalisierung ist unumkehrbar.
- Zuverlässigkeit ist Topziel, noch vor Kostensenkung.
- Der Trend sinkender Kosten ist unterbrochen – Logistik wird wieder teurer (vgl. nächsten Punkt)
- Outsourcingpotenziale werden realistischer eingeschätzt.
- Der Wettbewerb um Mitarbeiter verschärft sich weiter.
Weitere Trendaussagen und viele interessante Details unter
http://www.bvl.de/misc/filePush.php?mimeType=application/pdf&fullPath=http://www.bvl.de/files/2/25/Kernaussagen_zur_Trendstudie_1.pdf 

23.10.2008 Logistiker rechnen mit steigenden Kosten
Getrieben werden die Logistikkosten vor allem durch steigende Energie-, Treibstoff- und Transportpreisen sowie hohe Personalaufwendungen. Den Anteil der Logistikkosten an den Gesamtkosten für das Jahr 2008 beziffert der Handel durchschnittlich mit 15,9 Prozent, die Industrie sieht diesen Anteil bei sieben Prozent. Für 2009 rechnet Prof. Straube von der TU Berlin mit um zehn Prozent wachsenden Logistikkosten. Er wies jedoch darauf hin, dass „40 Prozent der Unternehmen ihre Logistikkosten in großen Teilen nicht kennen“. http://www.logistik-inside.de/studie-logistiker-rechnen-mit-steigenden-kosten-760058.html

22.10.2008 Deutscher Logistikpreis 2008 an Lufthansa und Fraport
Die Deutsche Lufthansa AG und die Fraport AG sind gemeinsam Träger des Deutschen Logistik-Preises 2008. Die Möglichkeit, sich die prämierte Lösung unter fachkundiger Führung vor Ort anzuschauen, gibt es am 26. November beim "Schulterblick", einer Veranstaltung der Deutschen Logistik-Akademie. Das Logistikkonzept „Integrierte Passagier- und Gepäcklogistik am Aviation-Hub Frankfurt/Main“ zielte unter anderem auf die Entwicklung einer eng verzahnten Logistikkette, die es auch unter schwierigen, veränderlichen Rahmenbedingungen ermöglicht, alle ankommenden Fluggäste innerhalb kürzester Zeitspannen unter Wahrung der 1:1-Beziehung von Passagier und Gepäck auf ihre individuellen Anschlussflüge zu bringen. Dazu war eine übergreifende Zielabstimmung zwischen Fraport und Lufthansa sowie die Integration der unterschiedlichen Unternehmenskulturen und Zielsysteme erforderlich. Link zur Broschüre der Gewinner: http://www.bvl.de/misc/filePush.php?mimeType=application/pdf&fullPath=http://www.bvl.de/files/2/19/253/FRA_LH-Logistikbroschuere_Gewinner_to_view.pdf

20.10.2008 Umweltfreundliche Logistik ja – aber ohne Mehrkosten
Fast alle Logistikmanager sehen umweltfreundliche Logistikprozesse als wesentliches Kriterium für zukünftigen Geschäftserfolg an. Zusätzliche Kosten für nachhaltige Lieferketten akzeptieren sie jedoch mehrheitlich nicht, und weniger als die Hälfte lässt sich bei der Auftragsvergabe an Logistikdienstleister von Umweltaspekten leiten. Dies ist eine der Aussagen der jährlichen Third Party Logistics (3PL) Studie. Sie befasst sich in diesem Jahr insbesondere mit der Auslagerung von Logistikleistungen. Befragt wurden über 1.600 Logistikmanager aus Nordamerika, Europa, Asien/Pazifik und Lateinamerika, die zu Themen wie Nachhaltigkeit, Sicherheit und vernetzte Lieferketten einen breiten Branchenüberblick liefern. Initiatoren der Studie sind Capgemini, DHL, das Georgia Institute of Technology und Oracle. http://www.mylogistics.net/de/news/themen/key/news955582/jsp

Oktober 2008 Kamera für Kartons
Am Firmensitz in Weiden i. d. Oberpfalz betreibt das zur Otto Group gehörende Unternehmen Witt ein Lager zur zentralen Annahme eingehender Ware von über 1.100 Lieferanten. Die Textilien werden als Hänge- und Legekonfektionen per Lkw in Kartons angeliefert, die über mehrere Vereinnahmungslinien in ein Zwischenlager laufen. Hierbei erfolgt auch eine automatische, optische Identifikation, die Wägung und die Vermessung der einzelnen Kartons.
Die Daten werden an ein proprietäres Warenwirtschafts- und Lagerverwaltungssystem (WWS und LVS) übertragen. Die hausinterne Datenverarbeitung hat es speziell für die Bedürfnisse des Fachbereichs Logistik entwickelt. Die eingehenden Pakete sollen anhand klarschriftlich aufgebrachter Ziffernfolgen auf einem standardisierten Etikett identifiziert werden können.
Diese klarschriftliche Aufzeichnung hat für die Witt-Gruppe Vorteile: Die Zulieferer stammen aus aller Welt. Dazu zählen beispielsweise auch sehr kleine asiatische Firmen, die nicht nur andere Schriftbilder nutzen. Für sie wäre auch das Ausdrucken von Barcodes mit einem zu hohen Aufwand verbunden. Für die Ausführung der Etiketten-Beschriftung mit Artikelnummer, Artikelanzahl und Konfektionsgröße gibt es deshalb nur die Vorgabe, arabische Ziffern zu verwenden. http://www.logistik-heute.de/10akt_ausg_art4.php

01.10.2008 Die Zukunft des Lean Management
„Lean Management“ gehört auch im 21. Jahrhundert zu den wichtigsten Strategien, logistische Prozesse in Produktionsunternehmen effizienter zu gestalten. Auf dem Cluster Forum „Schlanker Materialfluss“ diskutierten Vertreter mittelständischer Fertigungsbetriebe aus Bayern auf Einladung der staatlichen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Bayern Innovativ über die aktuellen Trends und Entwicklungen im Lean Management, Methoden wie Kanban, Just-in-time, Kaizen oder Poka Yoke. Einigkeit herrschte dahingehend, dass man die gesamte Philosophie verinnerlichen muss. Ob man dann alle Bausteine übernimmt, oder nur einzelne Methoden auswählt bleibt offen.
In vielen Unternehmen ist die Produktion aber heute noch zentralistisch aufgebaut: zentrale Produktionssteuerungssysteme und leicht austauschbare Fließbandmitarbeiter. Eine moderne Fertigung nach dem Toyota Production System stellt den Mensch in den Mittelpunkt. Gut organisierte Teams von Arbeitern sorgen sowohl für die Fertigung als auch für die Steuerung und permanente Weiterentwicklung des Systems.
Professor Christoph Meyer von der Hochschule Rosenheim riet den Teilnehmern, die Einführung solcher neuen Fertigungsmodelle gut vorzubereiten. „Man hat nur einen Versuch“, ansonsten hinterlasse man in dem Unternehmen viel Enttäuschung und verbrannte Erde. http://www.logistik-inside.de/die-zukunft-des-lean-management-755160.html

15.09.2008 Benchmarking-Studie zum Exportmanagement
Das Deutsche Benchmarking Zentrum (DBZ) am Institut für Prozessoptimierung und Informationstechnologien (IPO-IT) in Berlin führt am Ende des dritten Quartals 2008 die zweite Benchmarking-Studie zum Exportmanagement durch. Untersucht wird die Bearbeitung von Überseetransporten per Seefracht und Luftfracht anhand von Prozessabläufen und ausgewählten Leistungsindikatoren. Mit Hilfe von Fragen und Kennzahlen werden die Prozesse vom Auftragsmanagement über die Dokumentenabwicklung bis hin zur Transportdisposition erfasst und verglichen. http://www.mylogistics.net/de/news/themen/key/news941542/jsp

11.09.2008 „Lokale Netzwerke – Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb“
Am 11.09. hatte ich Gelegenheit auf einer Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken im schönen Rathaussaal von Tauberbischofsheim gemeinsam mit 200 Zuhörern einem Vortrag unter diesem Titel von Dr. Manfred Wittenstein, Vorstandsvorsitzender der WITTENSTEIN AG und Präsident des VDMA, zuzuhören. Die Herausforderungen der Globalisierung kann der Standort Deutschland mit wissensbasierten Produkten aufnehmen. Innovation verlangt Umsetzung im Markt, stellt aber auch die bestehende Organisation in Frage. Intelligenter Einsatz von Kommunikation ist von Nöten, und die ist regional wesentlich einfacher, schneller und sicherer. Dazu gehört die Sprache, aber auch kultureller Hintergrund und Werte. In einer Beispielrechnung aus der WITTENSTEIN AG wurde vorgeführt, welche Aufwendungen für Kommunikation allein in der Lieferantenqualifizierung einmalig und laufend entstehen – in Abhängigkeit von der Entfernung zwischen Lieferant und Unternehmen. Da muss Sourcing in Osteuropa, China oder Indien schon 20% bis 60% Preisvorteil bieten bei gleicher Qualität.
Dr. Wittenstein schildert sehr anschaulich die Netzwerke, in denen sich sein Unternehmen engagiert. Neben dem oben geschilderten Netzwerk mit regionalen Lieferanten misst er auch der Vernetzung in Forschung, Entwicklung große Bedeutung bei; ebenso den kurzen Wegen zu Kunden im Maschinenbau, z.B bei Prototypen.
Sehr heftig grenzt Wittenstein Netzwerke von den in der Politik derzeit beliebten und geförderten Clustern ab. „Cluster heißt übersetzt Haufen.“

09.09.2008 Global und bodenständig
Den Spagat zwischen Globalisierung und Sicherung lokaler Arbeitsplätze verdeutlicht Goldbeck als Generalunternehmer für das neue Nokia-Werk in Rumänien sichert seine Arbeitsplätze in Bielefeld. In Bochum fallen bei Nokia viele Arbeitsplätze weg. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/osteuropa-special/global-und-bodenstaendig;2034264

August 2008 Nutzenmaximierung bei Low Cost Country Sourcing - Berücksichtigung von Varianten
Die Suche nach Lieferanten in Low Cost Countries gestaltet sich ohnehin schwierig, da Qualitätsanforderungen und logistische Anforderungen erfüllt werden müssen. Hinzu kommt, dass viele Bauteile, die im Maschinenbau oder der Automobilzulieferindustrie benötigt werden, über etliche Varianten verfügen. Wenn der ins Auge gefasste Lieferant das ganze Spektrum der Bauteilvarianten liefern soll, muss er für jede Variante qualifiziert werden und die Sicherheitsbestände müssen entsprechend eingerichtet werden. Sinnvoller ist es hier mit einer Dual-Sourcing-Strategie zu arbeiten: der Lieferant am Niedrigkostenstandort übernimmt die Varianten mit hoher Stückzahl und damit vermutlich auch geringeren relativen Bedarfsschwankungen. Ein Lieferant in räumlicher Nähe der Endmontage übernimmt die übrigen Varianten. Ein durchdachter Mix von Low Cost Country Sourcing und Local Sourcing ist umzusetzen. (Quelle: Kai Nowsosel, Dr. Sergio Rojas Rodriguez, Fa. Accenture in Beschaffung aktuell 08 / 2008)

08.08.2008 Verlagerung ins Ausland nimmt ab
Noch vor zwei Jahren plante jeder zweite deutsche Automobilzulieferer, im Ausland Produktionskapazitäten aufzubauen. Aktuell hat nur noch jeder vierte entsprechende Pläne, ergab jetzt eine neue Studie von Ernst & Young, Frankfurt. Die Logistikkosten sowie Probleme bei Qualität und Flexibilität zehren einen Teil der Kosteneinsparungen wieder auf. Die steigenden Energiepreise machen eine Produktion im Ausland weniger attraktiv, sofern in erster Linie der westeuropäische Markt beliefert werden soll. http://www.logistik-heute.de/nachricht/news.php?id=18500

Juli 2008 Ersatzteile auf Erfolgskurs
Die Kernaufgabe der Ersatzteillogistik ist die Sicherstellung der maximalen Produktivität der Kundenanlagen und -systeme. Um dies zu gewährleisten, muss die gesamte Prozesskette – von der Beschaffung bis zur Bereitstellung der Ersatzteile (ET) vor Ort beim Kunden –optimiert werden. Tempo ist zentraler Erfolgsfaktor.
Bereits heute liegt der Anteil des After-Sales-Umsatzes am Gesamtumsatz der Unternehmen der Investitionsgüterindustrie bei etwa 27 Prozent. In den nächsten drei bis fünf Jahren kann sogar mit einem Umsatzanteil von bis zu 35 Prozent gerechnet werden. Der Ersatzteilumsatz am After-Sales-Servicegeschäft beträgt bei vielen Unternehmen der Investitionsgüterindustrie zwischen 50 - 60 Prozent. Insider wissen, der Beitrag zum Unternehmensergebnis ist in der Regel noch deutlich höher. Vor diesem Hintergrund führte das Münchner Beratungsunternehmen Impuls Management Consulting GmbH in Kooperation mit LOGISTIK HEUTE eine umfangreiche Studie zum Thema „Global Spare Parts Management 2010“ in der Industrie durch. An der Umfrage haben 122 Unternehmen aus den Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Elektro sowie Informations- und Telekommunikation teilgenommen. http://www.logistik-heute.de/07akt_ausg_art4.php

21.07.2008 "Erfolg in der Logistik: Beziehungen mit Logistikdienstleistern richtig gestalten"
Unter diesem Titel haben die WHU Otto-Beisheim School of Management und DHL Exel Supply Chain eine Studie zur Outsourcing-Praxis in Industrie und Handel in Deutschland durchgeführt. Die Zusammenarbeit zwischen Auftragsgeber und Dienstleister kann immer komplexer werden. Ein Ergebnis verweist auf die Ausgestaltung von Vergütungsstrukturen in den Verträgen. Der richtige Ansatz kann sich hier sehr positiv für den Kunden, aber gleichzeitig auch für den Logistikpartner auswirken. Viele Auftraggeber unterschätzen diesen Faktor und wählen Modelle, die nur vordergründig von Vorteil sind. Wird die Vergütung hingegen individuell an die Rahmenbedingungen der Partnerschaft angepasst, lassen sich dadurch die Leistungen der Dienstleister und somit auch der Outsourcing-Erfolg enorm steigern. Die Untersuchung zeigt praxisnahe Beispiele auf. Die Studie (40 Seiten) steht zum kostenlosen Download unter www.whu.edu/klm  zur Verfügung.

Juli 2008 „Logistikkosten in China liegen doppelt so hoch“
Das sagt Prof. Frank Straube auf eine Frage im Interview mit LOG.Letter 7/8 2008. Die Logistikkosten lägen im Vergleich zu Europa oder USA im Industriedurchschnitt bei 20%. Auch der Transportanteil sei doppelt so hoch wie in Europa. (Quelle: BVL)

10.07.2008 FA Ludwigshafen startet MBA Logistik
Zum Wintersemester 2008/2009 startet an der Fachhochschule Ludwigshafen in Kooperation mit der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) der neue, berufsbegleitende Fernstudiengang MBA Logistik - Management & Consulting. Der Studiengang befindet sich momentan im Akkreditierungsverfahren. Das Fernstudium ist auf fünf Semester ausgelegt und modular konzipiert, wobei die einzelnen Module bewusst nicht aufeinander aufbauen. In den ersten vier Semestern werden die Studieninhalte aus den Bereichen Logistik, IT, Technologie, Management, Consulting und Sozialkompetenz vermittelt. Großer Wert wird auf die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft gelegt. Das fünfte Semester ist der Master-Thesis vorbehalten. Bewerbungsschluss für das Wintersemester 2008/2009 ist der 15. September 2008. http://www.zfh.de/presse/PM_MBA_Logistik_Management_09_07_08_S.pdf

11.07.2008 Eine Million Euro für Logistikprofessorin
Logistikprofessorin Katja Windt von der Jacobs University Bremen erhält den Alfried Krupp-Förderpreis in Höhe von einer Millionen Euro. Die Auszeichnung ist auf fünf Jahre angelegt und soll die Preisträger -- herausragend qualifizierte Inhaber einer Erstprofessur an einer deutschen Hochschule -- in die Lage versetzen, sich unabhängig von öffentlichen Geldern ein verbessertes Arbeitsumfeld zu schaffen und damit ihre Arbeit in Forschung und Lehre voranzutreiben. Das Fachgebiet von Katja Windt, „Global Production Logistics“, konzentriert sich im Kern auf die Entwicklung von Planungs- und Steuerungsmethoden für die Produktion industrieller Güter in diesen globalen Netzstrukturen. Sie erforscht beispielsweise die Gestaltung und Auslegung von Distributionsstrukturen und Bevorratungsstrategien, die Gestaltung von komplexen Produkten aus Sicht der Logistik sowie die Bewertung und Integration von Technologien in logistischen Prozessketten. http://www.logistik-inside.de/sixcms/detail.php?id=692353

Juli 2008 Loadings ledges - in wie weit ersetzen sie zukünftig Paletten ?
Loading Ledges werden aus Polypropylen hergestellt und wiegen weniger als ein Kilogramm. Die verpackte Fracht wird auf dem Kunststoffuntersatz gestapelt und mit ihm zusammen verschnürt. http://www.logistik-inside.de/cms/651833/li_galerie?_pgskip=0
 

08.07.2008 Trends und Entwicklungen im Bereich Lagerverwaltungssysteme
Im vergangenen Jahr hat sich der Markt im Bereich Lagerverwaltungssysteme (LVS) in Deutschland eher zurückhaltend entwickelt. Performancesteigerung, die Entwicklung neuer Technologien und die Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit stehen für die Anbieter im Fokus. Das sind zentrale Ergebnisse der Studie "LVS-Markt 2007 – 2008", die von der Supply Chain Group AG durchgeführt wurde. Die LVS überzeugen durch ihre Qualität: Sie verfügen über standardisierte Schnittstellen, sind modular aufgebaut und projektspezifisch erweiterbar. Neue Kommunikationstechnologien im Lager wie Pick-by-Voice und RFID decken 85 Prozent bzw. 90 Prozent der von der IWL AG befragten LVS-Anbieter bereits ab. Mehr dazu unter http://www.mylogistics.net/de/news/themen/key/news912362/jsp oder die komplette Studie der IWL unter http://www.wmsfinder.com/WMS-Vergleich-2008_1.0.pdf

28.05. 2008 Lagermanagement – Lean Warehousing
Die Anwendung von Methoden des Lean Managements macht auch vor dem Lager nicht halt. Zusammen mit dem Steinbeis-Transferzentrum-Prozessmanagement hat LOGISTIK HEUTE im Frühjahr 2008 den Stand der Implementierung in 32 Unternehmen untersucht. Der Durchdringungsgrad mit Techniken beispielsweise aus dem Werkzeugkasten von Six Sigma ist eher als „durchwachsen“ zu bezeichnen. Projektwerkzeuge und Managementwerkzeuge haben einen Durchdringungsgrad von ca. 30%. Methoden für das Prozessdesign, beispielsweise FMEA (Fehler-Möglichkeiten-Einfluss-Analyse), werden bei nicht einmal 20% eingesetzt. Die Mai Ausgabe von LOGISTIK HEUTE enthält dazu einen Bericht.
Unter dem Titel Lean Warehousing gab es auf der CEMAT 2008 ein Forum. Eine Zusammenfassung und die Beiträge der Teilnehmer finden Sie bei http://www.logistik-heute.de/veranstaltungen/forum_cemat08.php

Mai 2008 Länderrisiken in der Beschaffung
Der Einkauf in „low cost countries“ stellt neue Herausforderungen. Die eigenen Unterlagen müssen verständlich die Anforderungen beschreiben; die Qualität des potenziellen Lieferanten muss über große Entfernung und dauerhaft überprüft werden; die längere Transportkette ist angemessen zu berücksichtigen. Dazu ergeben sich weitere, klassische Risiken der Beschaffung im Ausland, wie sie durch das liefernde Land gegeben sind. Hierunter fallen die politische Stabilität, Bürokratie, aber auch Wechselkursrisiken und Infrastruktur. Direkt nutzbare, neutrale Risikobewertungen sind nicht verfügbar, was auch nicht verwunderlich ist, da die Bewertung in hohem Maße subjektiv ist. Einen Einstieg ins Thema bietet der BME auf seiner Site an: http://www.bme.de/Bewertung-von-Laenderrisiken-aus-Beschaffungs-und-Investitionssicht.41291.0.html

April 2008 Liefertouristen in der Kostenfalle – Automobillogistiker diskutierten in Saarbrücken
Die Automobilindustrie steht vor neuen Herausforderungen: Wie lassen sich globale Liefernetzwerke bei steigenden Transportkosten und knappen Personalressourcen effizient steuern? „Toyota ist zu schlagen“, so Siegfried Fiebig von Volkswagen. Die Teilnehmer des AKJ-Jahreskongresses in Saarbrücken waren, wenn nicht beeindruckt, so doch immerhin erheitert. Volkswagen gehe einen ganz anderen Weg als etwa BMW: „Wir wachsen, ohne zu wachsen.“ Der europäische Marktführer wolle seinen Ausstoß mit der bestehenden Belegschaft erhöhen.
Doch bei Weitem nicht alle Branchenvertreter mochten mit so stolzgeschwellter Brust über das Saarbrücker Kongressparkett defilieren. http://www.logistik-heute.de/04akt_ausg_art1.php 

30.4.2008 Jährliche Inspektion von Regalanlagen wird Pflicht – voraussichtlich ab 2009
Nicht erst seit dem Einsturz eines Hochregals mit zwei Toten und mehreren Verletzten bei einem Papiergroßhändler in Sachsen-Anhalt vor wenigen Wochen steht die Sicherheit von Regalsystemen im Zentrum des Interesses. Lagerbetreiber müssen die Sicherheit ihrer Regale künftig jährlich von einer fachkundigen Person prüfen lassen. Regalhersteller bieten hierzu einen speziellen Inspektions-Service an. http://www.logistik-inside.de/sixcms/detail.php?id=646923 

März 2008 Zukunftsthemen der Logistik
Im Februar hatte ich Ihnen bereits vom öffentlichen Diskurs über zukünftige Forschungsschwerpunkte der Logistik im produzierenden Gewerbe am 12.2.2008 in Frankfurt (Main) berichtet. In den jetzt vorliegenden Abschlussbericht der Voruntersuchung „Logistik im produzierenden Gewerbe“ wurden die Anregungen aus dem Diskurs eingearbeitet.
Die untersuchten Zukunftsthemen wurden - unter dem Oberbegriff Ressourceneffizienz - in die drei Bereiche Ressourceneffizienz durch Optimierung und Neugestaltung der logistischen Leistungserbringung,
Konzepte zur Differenzierung und Flexibilisierung von Logistikleistungen und
Selbststeuerung logistischer Prozesse – Ressourcenschonung und Transparenz durch neue Informationstechnik
eingeordnet. Den Themen Ressourceneffizienz, Transparenz, Flexibilisierung, Standardisierung, informationstechnische Verknüpfung, zukunftsorientiertes Netwerkdesign, demografische Entwicklung und Sicherheit/Stabilität von Logistiksystemen gilt es nun in zukünftigen Forschungsförderungsmaßnahmen besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.
Der Bericht zur Voruntersuchung beschreibt das Projekt und die angewendete Methodik. Anschließend werden die Ergebnisse zu den oben aufgeführten Themen detailliert dargestellt. Den vollständigen Bericht gibt es bald auch im Internet unter www.produktionsforschung.de

März 2008 Beschaffung aus China: Logistikkosten werden oft unterschätzt
China hat sich als Beschaffungsmarkt für deutsche Unternehmen etabliert, aber nicht jedes Unternehmen profitiert im gleichen Maße. Wie aus der neuen Studie "Beschaffungslogistik im China-Geschäft. Kosten - Prozesse - Strategien" des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor geht, beträgt der Preisvorteil bei den aus China am günstigsten beschafften Produktgruppen im Vergleich zu Deutschland bis zu 50 Prozent.
Bei einigen Unternehmen fallen die Einsparungen durch den Einkauf bei chinesischen Zulieferern jedoch deutlich niedriger aus:„ Jedes dritte befragte Unternehmen nimmt bei Beschaffung aus China sogar Verluste in Kauf“, kommentiert Harald Kayser, Leiter der China Business Group bei PwC das Ergebnis der Studie. So kalkulieren viele Unternehmen den Aufwand für den Transport nach Deutschland sowie die aufwändige Qualitätssicherung nicht mit ein. Jedes dritte Unternehmen kann weder die exakten Logistikkosten in China noch den Kostenvorteil gegenüber der Beschaffung in Deutschland oder anderen Märkten beziffern.
Die befragten Unternehmen zahlen bei Produktgruppen, die sie nach eigenen Angaben am kostengünstigsten beschaffen, durchschnittlich rund 19 Prozent weniger als in Deutschland, im schlechtesten Fall knapp 2 Prozent mehr. Die Fracht- und anderen Logistikkosten, wie Versicherungen, Prüfkosten, Verzollung, Anlieferung, Lagerung, Reklamations- und Managementkosten machen etwa ein Drittel der gesamten Beschaffungskosten aus. Der Aufwand für die Qualitätssicherung ist nach Ansicht der Befragten der zweitwichtigste Kostenblock hinter den reinen Frachtkosten.
Bemerkenswert ist, dass große Unternehmen im Durchschnitt kleinere Kostenvorteile erzielen.
Mehr Informationen zur Studie finden Sie unter: www.pwc.de/de/industrielle-produktion

16.3.2008 Leuchtturmprojekte und bodenständige Lösungen
Veröffentlichungen über neue oder modernisierte Lager bzw. Distributionszentren handeln oft von spektakulären Einrichtungen. Hier stehen große Flächen, Paletten- und Behälterzahlen in Lagerung und Umschlag zur Debatte, teils in einfachen, teils in sehr komplexen Strukturen. Highlights bilden oft die verwendeten Förderanlagen und die Automatisierung. Aber welche Bausteine lassen sich aus diesen Leuchtturmprojekten auf die jeweilige bodenständige Aufgabenstellung in den vielen „normalen“ Lager- und Distributionstandorten übertragen?
Es beginnt mit der Betrachtung der Prozesse im Ist und Soll, der Produkt- und Auftragsstruktur heute und in der Zukunft. Je unsicherer die Aussagen über die zukünftige Entwicklung sind, desto mehr ist Flexibilität gefordert, was oft zu Lasten ausgeklügelter Mechanisierung gehen dürfte.
Suchen Sie das Gespräch zum angemessenen Mix? Ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung.

12.2.2008 Zukunftsthemen der Logistik
Am 12.2. hatte ich Gelegenheit in Frankfurt an einem öffentlichen Diskurs über zukünftige Forschungsschwerpunkte der Logistik im produzierenden Gewerbe teilzunehmen. Die Professoren Straube (TU Berlin), Scholz-Reiter (BIBA Bremen) und ten Hompel (TU Dortmund) präsentierten die Ergebnisse ihrer Voruntersuchung. Ein deutlich sichtbarer Schwerpunkt war Ressourcenschonung in der Logistik. Weitere, in der Diskussion priorisierte Themen: Flexibilität, Transparenz und Sicherheit. Sicherheit bedeutet hier sowohl Einklang mit Vorschriften als auch robuste, störungsunanfällige Prozesse. Ob man dazu mehr oder lieber weniger IT einsetzen sollte, blieb kontrovers. Die angehängte Einladung wendet sich ausdrücklich an die Vertreter der Wirtschaft, die dennoch nur ¼ der Teilnehmer stellte.
http://www.produktionsforschung.de/fzk/idcplg?IdcService=PFT&node=2309&T=TERMIN_DETAIL&ID=3211 Finalisiert werden die Forschungsschwerpunkte bei den Karlsruher Arbeitsgesprächen Produktionsforschung am 11./12.3. http://www.produktionsforschung.de/fzk/idcplg?IdcService=PFT&node=2701

14.1.2008 Lager bzw. Distributionszentrum – neu bauen, automatisieren oder ?
In der Fachpresse kann man regelmäßig Artikel lesen, wer ein neues Lager bzw. Distributionszentrum baut oder ein bestehendes deutlich modernisiert und automatisiert. Auch ich zitiere in meinem Newsletter regelmäßig diese Meldungen.
Tatsächlich sind solche erheblichen Investitionen geeignet, die Effizienz der Logistik im Unternehmen sprunghaft zu verbessern. Sie erfordern aber auch erhebliche Anstrengungen. In meiner Beratungspraxis treffe ich allerdings auch immer wieder auf Abläufe in Lagern und Distributionszentren die ohne wesentliche Investitionen noch merkliches Verbesserungspotenzial enthalten. Dies betrifft beispielsweise die räumliche Anordnung, die logische Reihenfolge der Verarbeitung unter Berücksichtigung realer Fehlerwahrscheinlichkeiten und kleine Verbesserungen an der Informationstechnik mit Hebelwirkung bei Effizienz und Fehleranfälligkeit. Nehmen Sie Kontakt auf unter e.konejung@konejung-consulting.de .

Ersatzteillogistik
Der Bereich Ersatzteile stellt hohe Anforderungen an die Logistik: Teile „für die Ewigkeit“, d.h. während der Lebensdauer der Maschine oder Anlage, vorhalten, das benötigte Teil „sofort“ zum Kunden liefern. Schließlich droht ihm bei Maschinenstillstand Ausfall von Umsatz und Ergebnis. Trotz der vorstehenden Herausforderungen trägt das Ersatzteilwesen insbesondere im Maschinenbau meist überproportional zum Ergebnis bei. Der BVL stellt beim 4. Logistikdialog in Nürnberg am 8.4.2008 „Best Practices in den Schlüsselbranchen“ vor. http://www.bvl.de/5037_1
Die Ersatzteilbestände sind z.B. bei der Reichweite nicht mit den übrigen Beständen des Unternehmens vergleichbar. Dienstleister übernehmen gern die Bewirtschaftung und das Handling, zieren sich aber in der Regel bei der Übernahme der Bestände. Nach Unternehmensangaben geht der Logistikdienstleister Simon Hegele hier einen anderen Weg. Seit Kurzem wird Unternehmen der Kauf und die Führung ihrer Lager-, Waren- und Ersatzteilbestände angeboten, verbunden mit der Übernahme der gesamten Ersatzteillogistik. Für Kunden hätte das klare Vorteile bei der Kapitalbindung. Gebündelt werden die Aktivitäten zur Ersatzteillogistik in der 2007 gegründeten Tochtergesellschaft Simon Hegele Supply Chain Services, Karlsdorf, an der die Simon Hegele als Kommanditist und die Landesbank Baden-Württemberg als Komplementär beteiligt sind. Mehr dazu unter http://www.logistik-inside.de/sixcms/detail.php?id=616667
Das Fach- und Wirtschaftsmagazin LOGISTIK inside führt in Kooperation mit der Kölner Unternehmensberatung MSR Consulting die 4. Benchmarkstudie zur Ersatzteil-Logistik bei Industrieunternehmen durch. Falls Sie sich daran beteiligen möchten, folgend Sie dem Link http://www.logistik-inside.de/sixcms/detail.php?id=617219

03.12.2007 Service Level Agreements: Wunderwaffe zur Steuerung der Logistik?
Auf einer Fachkonferenz am 27. November in Offenbach diskutierten Fachleute unter Leitung von Prof. Wolf-Rüdiger Bretzke (Bundesvorstand BVL) das für und wider. Das Ergebnis: eine Wunderwaffe sind Service Level Agreements nicht. Sie sind aber eine gute Grundlage auf der eine vertrauensvolle Zusammenarbeit starten kann. http://www.logistik-inside.de/sixcms/detail.php?id=597015

21.11.2007 Milliardeninvestitionen in Flughäfen sind meist ineffizient
Das zumindest ist die Essenz einer Untersuchung der internationalen Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton, über die myLogistics.de berichtet. Heimische Flughafenbetreiber investieren überwiegend in die Infrastruktur, nicht jedoch in effizientere Prozesse. Insbesondere in den Terminals sind die Prozesse verbesserungswürdig. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnisse, durch verbesserte Prozesse ließen sich nicht nur Kosten einsparen, sondern auch Millionen Passagiere mehr durch die existierende Infrastruktur schleusen. Internationale Wettbewerber, wie Dubai wenden weitaus mehr für automatisierte Prozesse auf. http://www.mylogistics.net/de/news/themen/key/news806002/jsp

Verschenkte Potenziale
Verbesserungspotenziale – viele Unternehmen kennen Sie recht gut. Die Analyse sollte noch tiefgehender sein, die Ideen zur Verbesserung ausgereifter. Ist das mit den eigenen Kräften zu schaffen? Der Biss bei der Realisierung fehlt. Beratung könnte helfen. Der Entscheidungsprozess zieht sich in die Länge – nicht nur bei großen Unternehmen.
„Wir verlieren jeden Monat 300 Stunden mit der Suche nach Material, das wir definitiv vereinnahmt haben.“ Trotz dieses klaren Problemstatements dauert es in einem Beispiel aus meiner Beratungspraxis Monate, ehe ein Beratungsauftrag vergeben wurde. In der Zwischenzeit wurde beachtliches Potenzial verschenkt.
Konejung Consulting kann Sie zügig unterstützen: mit qualifizierter Analyse, Verbesserungsvorschlägen und tatkräftiger Unterstützung bei der Umsetzung. Damit begrenzen Sie die weitere Überlastung Ihrer, im Tagesgeschäft bereits stark

VDMA empfiehlt: Zurück zur Fertigungstiefe - Zeitgemäße Produktionsorganisation
In seinem Artikel für das IT-Online-Magazin it-production geht der VDMA-Mitarbeiter Volker Schnittler mit dem Trend zum Outsourcing, insbesondere der Beschaffung in Ländern mit niedrigerem Lohnniveau, kritisch ins Gericht. Die Konzentration auf Kernkompetenzen zwingt eine kleiner werdende Wertschöpfung einen größeren Wasserkopf zu finanzieren. Die Feuerwehraktionen für logistische Probleme werden zum Dauereinsatz, binden dauerhaft Personal. So war das natürlich in der Kalkulation der Kostensenkungspotenziale durch Outsourcing nicht enthalten. http://www.it-production.com/index.php?seite=einzel_artikel_ansicht&id=35161

02.02.2007 Medizinlogistik
Der Siemens-Bereich Medical Solutions (Siemens Med) wird im April 2007 in Neu-Isenburg ein neues weltweites Ersatzteilzentrum für medizinische Geräte eröffnen. Das bisherige Ersatzteilzentrum Heusenstamm und das Retourencenter aus Dietzenbach werden darin zusammengefasst und erweitert. Für die Standortwahl war die Nähe zum Frankfurter Flughafen ausschlaggebend. Koordiniert und gesteuert werden die Aktivitäten von einem Team aus 110 Mitarbeitern in Erlangen. Sie betreuen auch die Verteilzentren in Memphis für die USA und Kanada und in Singapur für Asien-/Pazifikraum. http://www.logistik-inside.de/sixcms/detail.php?id=486833

Februar 2007 Alternativen zum klassischen Outsourcing
Klassisches Outsourcing der Logistik, d.h. Übertragung der bisher in Eigenregie erbrachten Logistikleistungen an einen Dienstleister, ist weiterhin in Mode. Man verspricht sich davon eine Steigerung der Flexibilität und eine Senkung der Kosten. Logistikleistungen werden nicht als Kernkompetenz des Unternehmens gesehen.
Wichtig für die Entscheidung zum klassischen Outsourcing ist die Kenntnis der Grenzen. Diese sind leicht einsichtig, wenn man den Mechanismus betrachtet, der für abgebendes Unternehmen und Dienstleister eine Win-Win-Situation schaffen soll.
Die Übertragung erfolgt auf einen Dienstleister, dessen Kernkompetenz die Kontraktlogistik ist. Allein damit ist bereits oft ein besseres Verständnis der benötigten Flexibilität verbunden. Der Kontraktlogistiker unterliegt i.A. anderen Tarifbindungen. Damit ist langfristig eine Senkung des Kostenniveaus möglich. Kurzfristig setzen der Realisierung von Flexibilität und Kostensenkung bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB die gesetzlichen Vorschriften enge Grenzen.
Das abgebende Unternehmen aus Industrie oder Handel ist einerseits an einer größtmöglichen Realisierung seiner Ziele hinsichtlich Flexibilität und Kostensenkung interessiert, möchte sich aber andererseits zeitlich nicht sehr lange an den Dienstleister binden. Der Kontraktlogistiker wiederum benötigt längerfristige vertragliche Sicherheit um eventuelle Investitionen amortisieren zu können.
Eine wesentliche Voraussetzung wird oftmals in der Anfangsphase übersehen: Nur stabile und klar dokumentierte Prozesse sind dem klassischen Outsourcing wirklich zugänglich.
Das Argument „gehört nicht zu den Kernkompetenzen“ verschleiert manchmal den Mangel an Kenntnissen, was wirklich in der eigenen Logistik geleistet wird.

Mit dem Vorstehenden sind die Grenzen des klassischen Outsourcings der Logistik umrissen. Daher lohnt es sich, einen Blick auf drei alternative Geschäftsmodelle zu werfen:
Joint Venture mit Dienstleister, Logistik GmbH und Management-Buy-Out (MBO).

1) Joint-Venture mit Logistik Dienstleister
Um die Abhängigkeit des Kontraktgebers vom Dienstleister zu vermeiden, gehen Unternehmen dazu über, Gemeinschaftsunternehmen mit Logistik-Dienstleistern in bestimmten Bereichen zu bilden.
Die neue Gesellschaft profitiert sowohl vom speziellen Know-how des Dienstleisters in der Logistik als auch vom branchen- und unternehmensspezifischen Know-how der beteiligten Unternehmen. Der Dienstleister und das abgebende Unternehmen halten jeweils Anteile an dem neu gegründeten Unternehmen. Über diese Anteile und die Ernennung von Geschäfts¬führern hat der Kontraktgeber mehr Möglichkeiten, Einfluss auf die strategische Planung und das Tagesgeschäft zu nehmen. So kann der Kontraktgeber beispielsweise den Abfluss speziellen Know-Hows an den Wettbewerb verhindern.
Nur unvollständig erfüllte Voraussetzungen für Outsourcing können bei dieser Alternative später erfüllt werden.
Nachteile bei diesem Modell sind längere Entscheidungswege und erhöhter Koordinations¬aufwand zwischen den beteiligten Unternehmen. Ein Joint Venture bietet sich insbesondere dann an, wenn der Kontraktgeber beteiligt bleiben und sich die Option einer Rückführung offenhalten möchte.
 

2) Logistik-GmbH und anschließendes Reengineering
Eine weitere Alternative bietet die rechtliche Verselbständigung der Logistik. Wesentliche Vorteile sind Erhöhung der Flexibilität, Sicherung des eigenen Know-hows sowie die Option auf Drittgeschäft. Kostensenkung kann dabei mittelfristig durch Aufhebung der Tarifbindung bzw. Wechsel der Tarifzugehörigkeit erreicht werden. Außerdem profitiert dieses Modell der Logistik GmbH häufig davon, dass Flächen und Lagerausstattung zumindest teilweise abgeschrieben werden können., d. h. die Kosten fallen geringer aus als bei einem Dienstleister, der diese Flächenkosten in der Kalkulation mit berücksichtigt.
Nachteilig an diesem Geschäftsmodell ist das zunächst fehlende Kunden-Lieferanten-Verständnis, da aus vormaligen Kollegen nun Kunden geworden sind.
Auch fehlen neue kreative Ideen und Konzepte. Eine gewisse „Betriebsblindheit“ kann erhalten bleiben. Dieses Modell ist daher zu empfehlen, wenn die eigene Logistik eine hohe Leistungsfähigkeit und spezifisches Wissen aufweist, oder eigene Optimierungsansätze entwickelt, aber noch nicht umgesetzt wurden.
Bekannte Beispiele für diese Alternative sind die bereits seit Jahren bestehende Tchibo Logistik GmbH oder die Electrolux Logistik.
Für Ausgründung der Logistik und für ein Joint Venture findet sich das Beispiel General Motors und Caterpillar Services http://www.autosieger.de/print.php?sid=7706 bzw. http://www.autokiste.de/start.htm?site=/psg/0510/4709.htm

3) Management-buy-Out (MBO)
Dieses Modell geht einen Schritt weiter als die Logistik-GmbH. Es geht nicht nur um die Ausgründung, sondern Führungskräfte erwerben zusätzlich – in der Regel zusammen mit einer Investorengruppe – Anteile am Unternehmen. Die vormaligen Logistikleiter werden nun nicht nur Geschäftsführer, sondern Gesellschafter der Neugründung.
Vorteile hierbei sind insbesondere geringe Risiken in der Startphase sowie personelle Kontinuität. Gestärkt wird insbesondere der Anreiz für das Drittgeschäft und die Profit-Center –Orientierung. Voraussetzung für dieses Modell sind allerdings geeignete Führungskräfte, die den Weg in die Selbständigkeit nicht scheuen.
Fazit: Keines dieser Modelle wird wohl das klassische Outsourcing ersetzen können. Jedoch ist im Einzelfall stets zu prüfen, ob nicht insbesondere im Hinblick auf Kostensenkung und Flexibilität eines der alternativen Modelle in Betracht kommt. t